Thermoskannen werden auch als Isolierkannen bezeichnet und sind dafür gedacht, Speisen und Getränke über einen längeren Zeitraum hinweg warm oder kühl zu halten. Der Inhalt der Thermoskanne kann gegenüber der Umgebung anders temperiert sein. Das Gehäuse einer Thermoskanne besteht in den meisten Fällen aus Kunststoff, es gibt aber auch Kannen aus Edelstahl. Im Inneren der Kanne befindet sich ein doppelwandiges Gefäß aus Glas. Die Innenseite des Gefäßes ist verspiegelt, so dass durch die damit entstehende Reflexion die Wärme zurückgestrahlt und damit länger gehalten wird. Zum Verschließen der Kanne wird in der Regel ein Schraubverschluss benutzt, früher einmal war ein Korken üblich. Das Gefäß im Inneren besteht bei modernen Thermoskannen auch aus Edelstahl. Zwischen diesem und der äußeren Wand besteht ein Vakuum. Der Nachteil dieser Bauvariante ist, dass die Wärme schlechter gehalten wird. Vorteilhaft ist hingegen, dass die Thermoskanne unempfindlicher ist, vor allem gegen Erschütterungen und Stöße. Bei den konventionellen Kannen kann es leicht passieren, dass das Innere springt und die Kanne somit wertlos wird. Es genügt schon ein stärkerer Stoß für diesen Effekt.
Thermoskannen kommen hierzulande vor allem im Winter zum Einsatz, wenn es darum geht, beispielsweise Suppen zu transportieren, sofern diese über längere Zeit warm gehalten werden sollen, oder auch zum Warmhalten von Tee und Kaffee. Allerdings sagen Kaffeekenner, dass der Unterschied zwischen frisch gebrühtem Kaffee und dem, der über längere Zeit warm gehalten wurde, immens ist. Die Thermoskanne sollte nach Gebrauch gut gespült werden. Wurde sie einmal für Kaffee genutzt, so ist sie für das Warmhalten anderer Getränke und Speisen nicht mehr nutzbar, denn der Geruch und der Geschmack bleiben in der Kanne erhalten und werden an andere Füllflüssigkeiten abgegeben. Über längere Zeit entstehen im Inneren der Kanne leichte Verfärbungen, diese mindern nicht die Qualität der Thermoskanne und sind einfache Zeichen des Gebrauchs.